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Zeitungsbericht Members in Ketsch!!! Samstagabend: Die "Members" wurden ihrem Ruf als Stimmungsgaranten gerecht / Publikum in die Show integriert Knickerbocker-Charme öffnet HerzenVon unserer Mitarbeiterin Vanessa Schäfer Ketsch. Es erweckte den Eindruck, man sei auf den Münchner Wiesn gelandet: Das Maß Bier in der Hand, ineinander eingehakt und gesungen und geschunkelt als würde es keinen Morgen geben. Und doch befand man sich im Herzen der Enderlegemeinde, in der lediglich ein deftiger bayerischer Wind durch das Festzelt wehte. Wenn es um Bombenstimmung auf der Bühne geht, kennen die fünf feschen Jungs der "Members" schließlich keinerlei Gnade. Mit ihrem Knickerbocker-Charme verzauberten sie am Samstagabend ihr Publikum und holten alles aus ihm heraus. "Die machen echt eine super Stimmung, eine gute Show", zeigte sich die Mannheimerin Christine Bruckner von dem Quintett begeistert. In ihrer repertoire-reichen Schatzkiste hielten die Profimusiker so viele Überraschungen bereit, dass sie einen erfolgreichen Einstand auf dem Backfischfest feierten. Mit dem Besten aus Volksmusik, Schlagern, Partyhits, Oldies und den aktuellen Charts bewaffnet, verwandelte die Truppe um Frontmann Uwe Will das große Festzelt im Nu zu einer grenzenlosen Partymeile. Ob eine Akkordeon-geladene Polka-Nummer von Hansi Reithmeier oder eine meisterliche Jodeleinlage durch Sven Kurde: Alles, was die Menschen begeistert, hatten die "Members" parat. "Es ist einfach das, was in ein Festzelt reingehört", sprach Chris Ahr aus Erfahrung. Seit 25 Jahren drückt der Ketscher traditionell tagtäglich die Bierbänke des Backfischfestes. Viele Bands hat er kommen, viele nach einer Saison auch wieder gehen sehen. "Aber die hier, die können richtig Musik machen!" Was Ahr überzeugte, überzeugte auch die anderen Festzeltbesucher. Denn in Gitarrist Sven Kollermann, Drummer Gerhard Feulner, Will, Reithmeier und Kurde stecken nicht nur ausgezeichnete Musiker, die ihr Handwerk im Schlaf beherrschen, sondern auch Entertainer der besonderen Art. "Zehn Tage Urlaub machen!"Worte wie "Ohne euch geht's beim nächsten Lied nicht" wurden seitens des Publikums sofort in die Tat umgesetzt. Stilles Dasitzen und sich berieseln lassen war nicht drin. Die Bänke von den Tanzbeinen beschlagnahmt, erhob sich ein Händemeer, das klatschend die Bayern auf der Bühne zu Höchstleistungen anspornte. Sei es ein Abstecher zum "Bett im Kornfeld", ein Besuch in Kufstein oder gar die Siegernummer des Eurovision Songcontests, zu der Gastsängerin Liesl das Dirndl wackeln ließ: Wer sich am Samstagabend den "Members" aussetzte, gewann den Eindruck, selbst Teil der Truppe zu sein. "Wahnsinn, man kann die Gruppe mit German Hofmann und seiner Showband von früheren Jahren vergleichen. Einerseits das alte Volkstümliche, das sich aber im Laufe des Abends ständig steigert", so Sascha Sturm. Für ihn ist das Backfischfest wie für viele Ketscher der Jahresurlaub. Fragt ihn jemand, wo er in Urlaub hingeht, ist seine Standard-Antwort: "Zehn Tage Zelten - nämlich genau hier." Mit den "Members" war das ein kurzweiliges Vergnügen. Wer mit ihnen musikalisch von Tirol, nach Westerland bis hin in den Wilden Westen flog, der brauchte nichts anderes mehr: Für den war "Member" zu sein Urlaub genug. Schwetzinger Zeitung
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